Krise

Akute Krise

Für Momente, in denen Sicherheit, Überleben und sofortige körperliche Stabilisierung vor jedem Verstehen oder Lösen stehen.

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Einträge
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Rollen
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Cluster

Worum es geht

DBT versteht akute Krisen als Zustände, in denen Sicherheit und Überleben die erste Aufgabe sind, weil der präfrontale Kortex weitgehend nicht mehr verfügbar ist und das emotionale Gehirn die Kontrolle übernimmt. Genau das unterscheidet die Krise von hoher Anspannung: In der Krise fühlen sich selbst vertraute Fertigkeiten oft unerreichbar an, während bei hoher Anspannung meist noch ein Restzugang zu Steuerung und Anweisung besteht.

Die relevanten Fertigkeitskategorien sind Krisenüberlebensfertigkeiten wie TIP, Ablenken, ACCEPTS und sofortige Selbstberuhigung, nicht Reflexions-, Analyse- oder Planungsfertigkeiten. Der häufigste Fehler besteht darin, zu früh verstehen, klären oder problemlösen zu wollen, obwohl das Nervensystem dafür noch zu dysreguliert ist. Ein zweiter verbreiteter Fehler ist die Erwartung einer schnellen Auflösung; Krisen haben oft eine längere Abklingphase als ihre Spitze.

Körperbasierte Fertigkeiten wie Temperatur, Atmung und Bewegung bleiben auch dann zugänglich, wenn kognitive Ressourcen fast vollständig weggebrochen sind.

Was im Körper passiert

Körperliche Reaktionen, typische Impulse im Ausnahmezustand und Eskalationsverlauf als Orientierung für erste stabilisierende Schritte.

Erster Einstieg (2)

Der direkteste erste Schritt für diese Situation.

Orientierung (4)

Hilft, die Situation einzuordnen und einen Überblick zu bekommen.

Anwenden (7)

Konkrete Übungen und Skills für die Situation.

KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

STOP: Achtsam weitergehen

Wenn nach Stoppen und Abstand nicht mehr bloße Hemmung, sondern ein überlegtes Weiterhandeln nötig ist.

Auch in: Emotionsregulation · Achtsamkeit

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SkillVorne priorisiertStresstoleranz

Physiologische Coping-Skills

Wenn der Körper zuerst herunterreguliert werden muss, bevor andere Skills überhaupt wieder erreichbar werden.

Auch in: Emotionsregulation

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KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

STOP: Einen Schritt zurücktreten

Wenn nicht sofortes Eingreifen, sondern erst ein kleiner Distanzgewinn nötig ist, um nicht reflexhaft weiterzuhandeln.

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KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

TIP: Gezielte Atmung

Wenn innerhalb akuter Anspannung eine unmittelbar verfügbare, körpernahe und diskret einsetzbare Regulierung gebraucht wird.

Auch in: Emotionsregulation

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KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

TIP: Gezielte Muskelentspannung

Wenn körperliche Alarmbereitschaft über Muskel- und Spannungsniveau gezielt reguliert werden soll.

Auch in: Emotionsregulation

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KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

TIP: Intensive Bewegung

Wenn Hochspannung nicht nur beruhigt, sondern zuerst körperlich abgebaut werden sollte, damit andere Skills danach greifen.

Auch in: Emotionsregulation

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KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

TIP: Temperatur

Wenn innerhalb der TIP-Skills besonders schnell über den Körper und nicht über Sprache oder Kognition reguliert werden muss.

Auch in: Emotionsregulation

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Stabilisieren (9)

Unterstützt Beruhigung und Regulation in der Situation.

KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

STOP: Stopp

Wenn noch kein differenziertes Weiterdenken möglich ist und zuerst nur das blinde Weitermachen gestoppt werden muss.

Auch in: Emotionsregulation

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ProtokollVorne priorisiertStresstoleranz

REST-Strategie

Wenn kein vollständiger Rückzug nötig ist, aber eine bewusste Unterbrechung gebraucht wird, bevor weitere Skills oder Entscheidungen tragen.

Auch in: Achtsamkeit · Emotionsregulation

Protokoll öffnen
SkillVorne priorisiertStresstoleranz

Den Moment verbessern

Wenn die sekundäre Überforderung des Moments gesenkt werden soll, damit Durchhalten, Denken und spätere Skill-Nutzung wieder möglich werden.

Auch in: Achtsamkeit · Emotionsregulation

Skill öffnen
KomponenteVorne priorisiertStresstoleranz

STOP: Beobachten

Wenn zwischen Stoppen und Weitergehen erst ein kurzer Beobachtungsschritt gebraucht wird, um die Lage neu zu erfassen.

Auch in: Emotionsregulation · Achtsamkeit

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PrinzipVorne priorisiertStresstoleranz

Dialektische Abstinenz

Wenn bei Abstinenz- oder Veränderungszielen zugleich klare Entschlossenheit und flexible Rückkehr in den Kurs gebraucht werden.

Auch in: Emotionsregulation

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SkillVorne priorisiertStresstoleranz

Gemeinschaftsverstärkung

Wenn nachhaltige Veränderung daran hängt, dass das Umfeld Verhalten mitträgt statt es laufend zu unterlaufen.

Auch in: Zwischenmenschliche Fertigkeiten · Emotionsregulation

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ÜbungVorne priorisiertStresstoleranz

Reizkontrollierte Entspannung

Wenn nicht nur allgemeine Entspannung, sondern ein möglichst schneller, trainierter Zugang zu Beruhigung in Belastungssituationen gebraucht wird.

Auch in: Emotionsregulation

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SkillVorne priorisiertStresstoleranz

Selbstberuhigung

Wenn vor Problemlösung, Emotionsregulation oder Interpersonal Skills zuerst Beruhigung, Körperregulation oder eine nicht-strafende Form der Selbstzuwendung gebraucht wird.

Auch in: Achtsamkeit · Emotionsregulation

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ÜbungVorne priorisiertStresstoleranz

Sicherer-Ort-Visualisierung

Wenn in Belastung oder Angst ein schnell zugängliches inneres Gegenbild zu Bedrohung und Überforderung aufgebaut werden soll.

Auch in: Emotionsregulation

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