ÜbungAkut zuerstStresstoleranz
Emotionsregulation

Sicherer-Ort-Visualisierung

Stichworte:
Geführte PraxisBeruhigungsübungGeführte Herunterregulationspraxis

Wenn innere Bilder von Sicherheit gebraucht werden, um Erregung und Überforderung zu senken.

Innere Bilder von Sicherheit, Halt und Schutz aktivieren, damit starke Erregung, Angst oder innere Überflutung gesenkt werden können.

Wann passt das?

Wenn in Belastung oder Angst ein schnell zugängliches inneres Gegenbild zu Bedrohung und Überforderung aufgebaut werden soll.

Priorität im Weg

Dieser Eintrag liegt nah an Akute Krise und sollte eher als früher Schritt statt als spätere Vertiefung gelesen werden.

Worum es geht

Sicherer-Ort-Visualisierung ist eine bildbasierte Stresstoleranzfertigkeit: das bewusste Konstruieren und mentale Üben einer detaillierten imaginären Umgebung, die sich sicher, friedlich und geschützt anfühlt. Die Praxis basiert auf dem Prinzip, dass lebhafte mentale Vorstellung viele der gleichen physiologischen und emotionalen Reaktionen aktiviert wie reale Erfahrung. Besonders relevant für Menschen, die Flashbacks oder intensive Angst erleben.

Vgl. Linehan Manual — Kap. 10

Schritt für Schritt

Gehe die Schritte in deinem Tempo durch. Für schriftliche Übungen kannst du Papier oder ein Notizbuch verwenden.

  1. Wähle einen realen oder erfundenen Ort, dessen Vorstellung sich für dich sicher und beruhigend anfühlt.
  2. Setze dich bequem hin und lass den Atem ruhig fließen.
  3. Stelle dir den Ort mit mehreren Sinnen vor: Was siehst, hörst, riechst oder spürst du dort?
  4. Bleibe bei beruhigenden Einzelheiten und kehre bei Abschweifen dorthin zurück.
  5. Richte deine Aufmerksamkeit anschließend wieder auf den Raum um dich. Wenn die Vorstellung unangenehm wird, kannst du sie beenden und dich an deiner realen Umgebung orientieren.

Vertiefen und anwenden

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Quellen und Literatur

Zeigt, aus welcher Quelle dieser Eintrag stammt und wie quellennah oder übungsnah er einzuordnen ist.