Gemeinschaftsverstärkung
Wenn ein abstinenzförderliches Umfeld aktiv aufgebaut werden muss.
Ein Umfeld aktiv stärken, das gesundes Verhalten, Abstinenz oder Stabilisierung wahrscheinlicher und attraktiver macht.
Wann passt das?
Wenn nachhaltige Veränderung daran hängt, dass das Umfeld Verhalten mitträgt statt es laufend zu unterlaufen.
Priorität im Weg
Dieser Eintrag liegt nah an Akute Krise und sollte eher als früher Schritt statt als spätere Vertiefung gelesen werden.
Worum es geht
Gemeinschaftsverstärkung ist eine DBT-Stresstoleranzfertigkeit für Sucht, die die sozialen und Umgebungsbedingungen adressiert, die Suchtverhalten aufrechterhalten. Der Ansatz, der aus verhaltensbezogenen Verstärkungsprinzipien stammt, konzentriert sich darauf, die eigene Gemeinschaft so umzustrukturieren, dass abstinentes Verhalten belohnt und Suchtverhalten nicht belohnt wird. Dies beinhaltet das Identifizieren von Verstärkern im sozialen Umfeld, die derzeit Sucht unterstützen, den Aufbau von Beziehungen und Aktivitäten, die Abstinenz unterstützen, und die Reduzierung des Kontakts mit Personen, Orten und Situationen, die Impulse auslösen.
Praktisch weiterarbeiten
Abstinenz, Wachsamkeit und Umfeld
Gemeinschaftsverstärkung setzt an den Bedingungen im Umfeld an. Klarer Geist ergänzt das Bewusstsein für Rückfallrisiken; dialektische Abstinenz verbindet das Festhalten an Abstinenz mit einem konstruktiven Umgang mit Rückschritten.
Klarer Geist
Wenn nicht akute Krise, sondern gefährliche Sorglosigkeit oder Rückfallblindheit das eigentliche Problem ist.
Auch in: Emotionsregulation
Dialektische Abstinenz
Wenn bei Abstinenz- oder Veränderungszielen zugleich klare Entschlossenheit und flexible Rückkehr in den Kurs gebraucht werden.
Auch in: Emotionsregulation
Quellen und Literatur
Zeigt, aus welcher Quelle dieser Eintrag stammt und wie quellennah oder übungsnah er einzuordnen ist.