Problemlösen
Wenn das Problem real ist und nicht nur das Gefühl, sondern die Situation verändert werden muss.
Ein reales belastendes Problem systematisch bearbeiten, indem die Situation analysiert, Lösungsoptionen entwickelt, umgesetzt und ausgewertet werden.
Wann passt das?
Wenn Check the Facts zeigt, dass nicht die Emotion korrigiert, sondern die reale Problemsituation bearbeitet werden sollte.
Priorität im Weg
Dieser Eintrag passt früh in den Weg, wenn Wut oder Ärger oder starke emotionale Aktivierung im Vordergrund stehen.
Worum es geht
Problemlösen ist die angemessene Reaktion, wenn eine Emotion durch die Situation gerechtfertigt ist — wenn die Fakten das Problem sind, nicht die Interpretation. Wenn die Emotion zu den Fakten passt, muss nicht die Emotion, sondern die Situation geändert werden.
Problemlösen folgt einer Schrittfolge: die Problemsituation präzise beschreiben, Fakten prüfen, das Ziel identifizieren, mögliche Lösungen sammeln, jede Lösung auf Wirksamkeit und Machbarkeit bewerten, eine auswählen und umsetzen, dann das Ergebnis bewerten. Die Fertigkeit erfordert zunächst, anzuerkennen, dass ein Problem existiert — was schwerer ist als es klingt, wenn Vermeidung oder Verleugnung aktiv sind.
Problemlösen ist unwirksam, wenn das falsche Problem definiert wird, weshalb es immer mit einer klaren Beschreibung der tatsächlichen Situation beginnt.
Praktisch weiterarbeiten
Problem-Solving-Arbeitsblatt
Praxisbezug
Wenn ein reales Problem schrittweise in bearbeitbare Lösungen übersetzt werden soll.
Unerwünschte Gefühle gezielt verändern
Praxisbezug
Wenn du nach der Faktenprüfung den passenden nächsten Weg für ein unerwünschtes Gefühl auswählen musst.
Vertiefen und anwenden
Diese Einträge übersetzen Verhaltensverstehen in die nächste wirksame Veränderungswahl.
Faktenprüfung vs. Entgegengesetztes Handeln vs. Problemlösung
Hilft zu unterscheiden, ob ähnlich wirkende Emotionsregulations-Skills über Prüfen, Gegentendenz oder konkrete Veränderung auseinandergehalten werden müssen.
Fakten prüfen
Entscheidungsbezug
Wenn vor Opposite Action oder Problem Solving zuerst geprüft werden muss, ob die Emotion und ihre Intensität faktenangemessen sind.
Auch in: Achtsamkeit
Entgegengesetztes Handeln
Entscheidungsbezug
Wenn Check the Facts eher gegen die emotionale Reaktionsrichtung spricht und nicht primär die Situation selbst verändert werden muss.
Auch in: Stresstoleranz
Quellen und Literatur
Zeigt, aus welcher Quelle dieser Eintrag stammt und wie quellennah oder übungsnah er einzuordnen ist.