Das DBT-Emotionsmodell
Wenn du Emotionen als System aus Auslöser, Körper, Bewertung, Impuls und Handlung verstehen willst.
Emotionen als zusammenhängenden Ablauf aus Auslöser, Bewertung, Körperreaktion, Impuls und Verhalten ordnen, damit Regulation an mehreren Stellen ansetzen kann.
Wann passt das?
Wenn vor konkreter Skillwahl erst ein Modell gebraucht wird, das emotionale Reaktionen in ihre Bestandteile und Eingriffspunkte zerlegt.
Priorität im Weg
Dieser Eintrag passt früh in den Weg, wenn Angst oder Panik oder starke emotionale Aktivierung im Vordergrund stehen.
Worum es geht
Das DBT-Modell zur Beschreibung von Emotionen bietet ein systematisches Rahmenwerk zum Verstehen der Komponenten einer emotionalen Reaktion und der möglichen Interventionspunkte. Das Modell kartiert die Abfolge: Vulnerabilitätsfaktoren schaffen den Kontext; ein auslösendes Ereignis löst die Emotion aus; Interpretationen und Sekundaremotionen entstehen; biologische Veränderungen treten im Körper auf; Handlungsimpulse entstehen; und Verhaltens- und verbale Ausdrücke folgen. Da Emotionen Ganzheitssystem-Reaktionen sind, kann die Veränderung einer Komponente die gesamte emotionale Erfahrung verschieben.
Passende Übung
Vertiefen und anwenden
Diese Einträge führen vom fachlichen Bezugsrahmen in die erste konkrete Anwendung oder Vertiefung weiter.
Achtsamkeit für aktuelle Emotionen
Gemeinsames Thema
Wenn eine aktuelle Emotion achtsam durchgehalten werden muss, statt ihr sofort auszuweichen oder sie wegzudrücken.
Auch in: Stresstoleranz · Achtsamkeit
Entgegengesetztes Handeln
Gemeinsames Thema
Wenn der emotionale Impuls dich tiefer ins Problem führt statt heraus.
Auch in: Stresstoleranz
Fakten prüfen
Gemeinsames Thema
Wenn unklar ist, ob Gefühl und Annahmen wirklich zu den Fakten passen.
Auch in: Achtsamkeit
PLEASE-Skills
Gemeinsames Thema
Wenn körperliche Grundversorgung zuerst stabilisiert werden muss, damit emotionale Verletzlichkeit sinkt.
Auch in: Stresstoleranz · Achtsamkeit
Emotionsdysregulation
Gemeinsames Thema
Wenn du das Kernproblem hinter heftigen oder schwer steuerbaren Emotionen erst einmal einordnen musst.
Auch in: Achtsamkeit · Stresstoleranz · Emotionsregulation
Emotionsmodell vs. Emotionsfunktionen
Hilft zu unterscheiden, ob zuerst verstanden werden muss, wie eine Emotion aufgebaut ist, oder wozu sie biologisch und sozial dient.
Quellen und Literatur
Zeigt, aus welcher Quelle dieser Eintrag stammt und wie quellennah oder übungsnah er einzuordnen ist.