Funktionen von Emotionen
Wenn klar werden muss, welche sinnvolle Signal- oder Schutzfunktion eine Emotion überhaupt hat.
Die Funktionen von Emotionen verständlich machen, damit Gefühle nicht nur als störende Zustände, sondern auch als Signale, Schutzreaktionen und Handlungshinweise gelesen werden können.
Wann passt das?
Wenn vor Regulation oder Verhaltensänderung erst verstanden werden muss, wofür eine Emotion im aktuellen Zusammenhang eigentlich steht.
Priorität im Weg
Dieser Eintrag passt früh in den Weg, wenn Angst oder Panik oder starke emotionale Aktivierung im Vordergrund stehen.
Worum es geht
Emotionfunktionen beschreibt, warum Menschen überhaupt Emotionen haben — die drei primären adaptiven Zwecke, denen Emotionen dienen. Erstens motivieren und organisieren Emotionen Handlung: Angst aktiviert Flucht, Wut aktiviert Verteidigung, Liebe aktiviert Fürsorge. Zweitens kommunizieren Emotionen an andere: nonverbale emotionale Ausdrücke übermitteln schnell kritische soziale Informationen. Drittens kommunizieren Emotionen an uns selbst: Sie signalisieren, was wichtig ist, was gefährlich ist, was Wert hat. Das Verstehen dieser Funktionen ist die Grundlage des DBT-Ansatzes zur Emotionsregulation.
Passende Übung
Vertiefen und anwenden
Diese Einträge führen vom fachlichen Bezugsrahmen in die erste konkrete Anwendung oder Vertiefung weiter.
Entgegengesetztes Handeln
Gemeinsames Thema
Wenn der emotionale Impuls dich tiefer ins Problem führt statt heraus.
Auch in: Stresstoleranz
Fakten prüfen
Gemeinsames Thema
Wenn unklar ist, ob Gefühl und Annahmen wirklich zu den Fakten passen.
Auch in: Achtsamkeit
Emotionsdysregulation
Gemeinsames Thema
Wenn du das Kernproblem hinter heftigen oder schwer steuerbaren Emotionen erst einmal einordnen musst.
Auch in: Achtsamkeit · Stresstoleranz · Emotionsregulation
Emotionsmodell vs. Emotionsfunktionen
Hilft zu unterscheiden, ob zuerst verstanden werden muss, wie eine Emotion aufgebaut ist, oder wozu sie biologisch und sozial dient.
Quellen und Literatur
Zeigt, aus welcher Quelle dieser Eintrag stammt und wie quellennah oder übungsnah er einzuordnen ist.