Emotion

Ekel oder Abscheu

Für starken Widerwillen, Abstoßung oder das Bedürfnis, sofort auf Distanz zu gehen.

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Einträge
5
Rollen
3
Cluster

Worum es geht

Ekel ist in der DBT zunächst eine Schutzemotion: Er markiert, dass etwas als kontaminierend, grenzverletzend oder nicht integrierbar erlebt wird. Klinisch relevant wird er dort, wo der Schutzimpuls nicht mehr sauber zwischen tatsächlicher Gefahr und gelernter Vermeidung unterscheidet. Dann kippt Ekel leicht in starre Abwehr, moralische Abwertung oder Rückzug ohne Prüfung.

Relevante Fertigkeitskategorien sind Faktenprüfung, Achtsamkeit auf Körperreaktionen und entgegengesetztes Handeln, wenn der Ekel nicht durch reale Gefahr gerechtfertigt ist. Entgegengesetztes Handeln bei ungerechtfertigtem Ekel bedeutet Annäherung an das als ekelig Erlebte — wiederholte Exposition bis zur Gewöhnung, nicht dauerhaftes Ausweichen. Wichtig ist die Unterscheidung: Nicht jeder Ekel soll übersteuert werden, aber auch nicht jede Ekelreaktion ist ein verlässlicher Realitätsindikator.

Wie diese Emotion sich zeigt

Körperliche Signale, typischer Handlungsdrang und Verlauf als Orientierung für den Einstieg in passende Skills.

Erster Einstieg (1)

Der direkteste erste Schritt für diese Situation.

Orientierung (3)

Hilft, die Situation einzuordnen und einen Überblick zu bekommen.

Verstehen (2)

Erklärt Zusammenhänge und vertieft das Verständnis.

Anwenden (2)

Konkrete Übungen und Skills für die Situation.

Stabilisieren (1)

Unterstützt Beruhigung und Regulation in der Situation.