Neid
Für schmerzhaften Vergleich, Mangelgefühl oder Bitterkeit gegenüber dem, was andere haben.
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- Einträge
- 4
- Rollen
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- Cluster
Worum es geht
Neid wird oft moralisch bewertet und deshalb schlecht beobachtet, ist klinisch aber hoch informativ. Er zeigt häufig an, dass eine andere Person etwas verkörpert oder besitzt, das auf einen eigenen Mangel, einen Wert oder einen unerfüllten Wunsch verweist. In der DBT ist die produktive Frage nicht, wie Neid beseitigt wird, sondern wie Vergleich in Orientierung übersetzt werden kann.
Relevante Fertigkeiten sind Achtsamkeit ohne Urteil, Faktenprüfung gegenüber Übertreibung des Fremden und Aufbau eigener Kompetenz oder positiver Erfahrungen. Das entgegengesetzte Handeln bei ungerechtfertigtem Neid: das eigene Vorhandene bewusst wahrnehmen und würdigen sowie den Impuls unterdrücken, das Haben der anderen Person zu entwerten. Problematisch wird Neid vor allem dann, wenn er verdeckt in Bitterkeit, Missgunst oder chronische Selbstabwertung übergeht.
Wie diese Emotion sich zeigt
Körperliche Signale, typischer Handlungsdrang und Verlauf als Orientierung für den Einstieg in passende Skills.
- KörperStich im Bauch, innere Verengung, gespannte Aufmerksamkeit auf andere, Unruhe, Druck im Gesicht
- HandlungsdrangVergleichen, sich entwerten, andere abwerten, sich antreiben, sich zurückziehen oder unbedingt mithalten wollen
- Verlauf und IntensitätNeid kann auf Werte, Wünsche oder unerfüllte Lebensbereiche hinweisen. Er wird problematisch, wenn er unbemerkt in Missgunst oder chronische Selbstabwertung kippt.
Orientierung (4)
Hilft, die Situation einzuordnen und einen Überblick zu bekommen.
Fakten prüfen
Wenn vor Opposite Action oder Problem Solving zuerst geprüft werden muss, ob die Emotion und ihre Intensität faktenangemessen sind.
Auch in: Achtsamkeit
Achtsamkeits-How-Skills
Wenn nicht der nächste Inhalt, sondern die innere Ausführungshaltung der Achtsamkeit geklärt werden muss.
Auch in: Stresstoleranz · Emotionsregulation · Zwischenmenschliche Fertigkeiten
Nicht-bewertend
Wenn vor weiterem Verstehen oder Handeln zuerst die bewertende Enge gelöst werden muss, damit Realität wieder genauer gesehen werden kann.
Auch in: Stresstoleranz · Emotionsregulation · Zwischenmenschliche Fertigkeiten
Weiser Verstand
Wenn vor dem nächsten Schritt zuerst eine innere Ausrichtung gebraucht wird, die sowohl Gefühl als auch Verstand ernst nimmt.
Auch in: Stresstoleranz · Emotionsregulation · Zwischenmenschliche Fertigkeiten
Anwenden (2)
Konkrete Übungen und Skills für die Situation.
Kompetenz aufbauen
Wenn für Stabilisierung nicht nur Beruhigung, sondern wieder spürbare Kompetenz, Handlungserfolg und innere Aufrichtung gebraucht werden.
Auch in: Stresstoleranz
Positive Emotionen aufbauen
Wenn nicht primär akute Krisenregulation, sondern der langfristige Aufbau von positiven Gegengewichten, Freude und Lebensnähe gebraucht wird.
Auch in: Stresstoleranz · Achtsamkeit
Stabilisieren (1)
Unterstützt Beruhigung und Regulation in der Situation.
Vorbereiten (1)
Bereitet auf zukünftige ähnliche Lagen vor.