Freude oder Glück
Für Freude, Erleichterung oder Dankbarkeit, wenn ein positiver Zustand bewusst gehalten, zugelassen und ausgekostet werden soll.
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- Einträge
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- Rollen
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- Cluster
Worum es geht
Freude und Glück erscheinen im klinischen Arbeiten oft paradox unterversorgt, obwohl sie ausdrücklich zur Emotionsregulation gehören. DBT versteht positive Emotionen nicht als Luxus, sondern als zentrale Ressource der Vulnerabilitätsreduktion. In dieser Situation geht es aber nicht primär um Neugier oder Exploration, sondern darum, einen bereits positiven Zustand wahrzunehmen, zuzulassen und bewusst auszukosten.
Menschen mit hoher Dysregulation entwerten Freude häufig sofort, misstrauen ihr oder rechnen schon mit dem Absturz danach. Deshalb sind das Akkumulieren positiver Emotionen, achtsames Auskosten und das aktive Stabilisieren des Guten keine Zusatzarbeit, sondern Kerninterventionen. Der häufigste Fehler ist, nur auf schwere Emotionen zu reagieren und positive Zustände nicht bewusst zu halten.
Wie diese Emotion sich zeigt
Körperliche Signale, typischer Handlungsdrang und Verlauf als Orientierung für den Einstieg in passende Skills.
- KörperWeite in Brust und Gesicht, mehr Energie, leichtes Lächeln, warme Aktivierung, lebendiger Blick
- HandlungsdrangTeilen wollen, lachen, Nähe suchen, sich bewegen, den Moment auskosten, Positives weiter aufbauen
- Verlauf und IntensitätHier steht nicht Neugier im Vordergrund, sondern das Halten und Würdigen von etwas bereits Positivem. DBT behandelt solche Momente als Ressource, die bewusst wahrgenommen und nicht sofort entwertet werden sollte.
Erster Einstieg (2)
Der direkteste erste Schritt für diese Situation.
Achtsamkeit für aktuelle Emotionen
Wenn Emotionsvermeidung das Problem vergrößert und zuerst ein achtsamer Kontakt mit dem gegenwärtigen Gefühl gebraucht wird.
Auch in: Stresstoleranz · Achtsamkeit
Achtsamkeits-What-Skills
Wenn vor einzelnen What-Skills erst der gemeinsame Überblick über Beobachten, Beschreiben und Teilnehmen gebraucht wird.
Auch in: Stresstoleranz · Emotionsregulation · Zwischenmenschliche Fertigkeiten
Orientierung (2)
Hilft, die Situation einzuordnen und einen Überblick zu bekommen.
Emotionen erkennen
Wenn vor Emotionsregulation, Check the Facts oder Skillwahl zunächst klarer erkannt werden muss, was emotional eigentlich gerade passiert.
Auch in: Achtsamkeit
Beschreiben
Wenn Beobachtetes benannt werden muss, um zwischen Fakt und Zuschreibung zu unterscheiden oder um Rückmeldung, Einordnung und Regulation zu erleichtern.
Auch in: Stresstoleranz · Emotionsregulation · Zwischenmenschliche Fertigkeiten
Verstehen (1)
Erklärt Zusammenhänge und vertieft das Verständnis.
Anwenden (1)
Konkrete Übungen und Skills für die Situation.
Vorbereiten (2)
Bereitet auf zukünftige ähnliche Lagen vor.
ABC-PLEASE-Skills
Wenn für längerfristige Stabilisierung mehrere emotionale Schutzfaktoren parallel aufgebaut werden müssen.
Auch in: Stresstoleranz
Kompetenz aufbauen
Wenn für Stabilisierung nicht nur Beruhigung, sondern wieder spürbare Kompetenz, Handlungserfolg und innere Aufrichtung gebraucht werden.
Auch in: Stresstoleranz