PrinzipFrüh hilfreichAchtsamkeit
Zwischenmenschliche Fertigkeiten

Geisteshaltung des Anfängers

Stichworte:
AchtsamkeitserweiterungOffene HaltungFrische Wahrnehmung

Wenn eine festgefahrene Sichtweise aufgebrochen werden muss, um etwas wieder frisch wahrzunehmen.

Eine offene, frische und weniger vorgeprägte Wahrnehmung ermöglichen, damit Gewohnheitsdeutungen nicht automatisch bestimmen, was gesehen und gelernt wird.

Wann passt das?

Wenn etwas Bekanntes neu betrachtet werden muss, um automatische Urteile, Zynismus oder Routineblindheit zu unterlaufen.

Priorität im Weg

Dieser Eintrag passt früh in den Weg, wenn Innere Unruhe oder starke emotionale Aktivierung im Vordergrund stehen.

Worum es geht

Anfängergeist ist eine aus der Zen-Praxis stammende Achtsamkeitshaltung: jede Erfahrung anzugehen, als wäre es das erste Mal, ohne die Überlagerung von Vorwissen, Gewohnheit, Erwartung oder Bewertung. Der Expertengeist ist geschlossen — er weiß bereits, was er sieht, und hört auf zu schauen. Der Anfängergeist bleibt offen, neugierig und vorurteilsfrei, selbst gegenüber Vertrautem. In der DBT wird Anfängergeist als eine Art, der kognitiven Starrheit entgegenzuwirken, die emotionale Zustände produzieren, gelehrt — der Tendenz, mehrdeutige Situationen durch feste Linsen zu interpretieren, die durch vergangenen Schmerz oder Angst geprägt wurden.

Vgl. Linehan Manual — Kap. 7

Passende Übung

Haltung und Achtsamkeitspraxis

Quellen und Literatur

Zeigt, aus welcher Quelle dieser Eintrag stammt und wie quellennah oder übungsnah er einzuordnen ist.