Der Typ sagt dir auf den ersten Blick, was du gerade vor dir hast — eine konkrete Übung, ein Skill, ein übergreifendes Konzept oder eine Navigationsfrage. Er steht als dunkles Marker-Tag in der Dachzeile jeder Karte. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich die Typen funktional voneinander unterscheiden und welche Rolle sie im DBT-Wissensraum spielen.
| Skill | Anwendungsfähig und atomar. Eine einzelne, in sich abgeschlossene Fertigkeit aus dem DBT-Manual, die direkt geübt und in einer Situation eingesetzt werden kann (radikale Akzeptanz, Opposite Action, Beobachten und Beschreiben). Atomare Einheit der Praxis. |
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| Skill-Bundle | Komponiert und sequenziell. Mehrere Schritte oder Skills, die als Einheit angewendet werden und einen klaren Ablauf bilden (STOP, DEAR MAN, TIP, ABC PLEASE). Mehr als die Summe der Teile — die orchestrierte Anwendung. |
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| Komponente | Fragmentarisch und teilhaft. Ein Einzelschritt innerhalb eines Bundles, der nur im Verbund mit den anderen Komponenten sinnvoll wird (das D aus DEAR MAN, das S aus STOP). Nicht eigenständig anwendbar. |
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| Modul | Kapitelartig und thematisch. Einer der vier DBT-Hauptbereiche, der eine ganze Familie verwandter Skills, Bundles und Konzepte zusammenhält (Achtsamkeit, Stresstoleranz, Emotionsregulation, Zwischenmenschliche Fertigkeiten). Größte organisatorische Einheit. |
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| Bezugsrahmen | Strukturell und erklärend. Konzepte, die etwas beschreiben, modellieren oder organisieren: Theorien (biosoziale Theorie, Emotionsmodell), Behandlungsstrukturen (Skills-Training, Sitzungsaufbau), Strategie-Sets (Validierungsstrategien, dialektische Strategien). Konzeptuelle Container. |
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| Prinzip | Haltungsleitend und normativ. Konzepte, die beschreiben, wie man denkt oder agiert: Dialektik, Willingness, Selbstmitgefühl, Clear Mind, Irreverence, Radical Genuineness. Keine Strukturbeschreibungen, sondern gelebte Grundhaltungen. |
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| Protokoll | Ablaufstrukturiert und anlassbezogen. Ein verbindlicher Handlungspfad für eine spezifische Situation oder Sitzung, der in einer festen Reihenfolge durchgegangen wird (Suizidprotokoll, Verhaltenskettenanalyse). Strikter und situativer als ein Bundle. |
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| Werkzeug | Materiell und instrumentell. Ein konkretes Hilfsmittel — Arbeitsblatt, Übersicht, Checkliste, Tagebuch — das die Anwendung von Skills unterstützt (Diary Card, Pros-and-Cons-Liste). Etwas zum Anschauen, Ausfüllen oder Mitnehmen. |
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| Übung | Praktisch und durchführbar. Eine konkrete, durchführbare Aktivität, die einen Skill konkretisiert und einübt (5-4-3-2-1-Grounding, Half-Smile-Practice). Die Hausaufgabe einer Theorie. |
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| Frage | Navigatorisch und orientierend. Kein Inhalt, sondern Wegweiser: eine Frage, die zu passenden Einträgen führt („Wie unterbreche ich impulsives Verhalten?"). Einstiegspunkt, nicht Ziel. |
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| Konzept | Generisch und begrifflich. Ein erläuternder Begriff, der im Hintergrund von Skills und Bundles steht und für ihr Verständnis nötig ist (Wise Mind, Emotion Mind, Vulnerabilitätsfaktoren). Vokabular des DBT-Sprachraums. |
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