Strategien zum Aufbau von Verbindlichkeit
Wie DBT Verbindlichkeit aufbaut – Pros & Kontras, Teufelsfürsprecher, Handlungsfreiheit
DBT-Strategien für den Aufbau und die Aufrechterhaltung von Verbindlichkeit: Wie Klienten und Therapeuten gemeinsam Ziele, Verhaltensänderungen und die Therapiebereitschaft verhandeln und festigen.
Wann passt das?
Wenn Ambivalenz gegenüber Veränderung besteht, Therapieziele unklar sind oder neue Verbindlichkeit für einen Skill oder ein Zielverhalten aufgebaut werden muss.
Priorität im Weg
Dieser Eintrag ist eher für Vorbereitung, Stabilisierung oder spätere Vertiefung rund um Orientierung und Verstehen gedacht.
Englischer DBT-Originalbegriff: Commitment Strategies (Commitment = Verbindlichkeit; gemeint sind DBT-Strategien zum Aufbau von Änderungsbereitschaft und Therapiemotivation)
Worum es geht
Strategien zum Aufbau von Verbindlichkeit bezeichnen die DBT-Techniken, mit denen Motivation für Therapie, Zielverhalten und konkrete Verhaltensänderung aufgebaut, geklärt und stabilisiert wird. Dahinter steht die Annahme, dass Motivation schwankt und nicht einfach vorausgesetzt werden kann: Therapeuten helfen deshalb aktiv dabei, Ambivalenz sichtbar zu machen, Wahlfreiheit zu betonen, Kosten und Nutzen abzuwägen und kleine erste Bindungen an Veränderung herzustellen.
Typische Verfahren sind Pros-und-Kontras-Arbeit, das Herausarbeiten persönlicher Ziele, das Benennen von Diskrepanzen, Teufelsfürsprecher-Techniken oder das präzise Verhandeln dessen, wozu sich jemand tatsächlich bereit erklärt. Die Arbeit an Verbindlichkeit ist in der DBT keine Manipulation, sondern die Kunst, aus diffusem Wollen eine belastbare Bereitschaft zum nächsten Schritt zu machen.
Vertiefen und anwenden
Diese Einträge führen vom fachlichen Bezugsrahmen in die erste konkrete Anwendung oder Vertiefung weiter.
Quellen und Literatur
Zeigt, aus welcher Quelle dieser Eintrag stammt und wie quellennah oder übungsnah er einzuordnen ist.